Sie verbessern auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Man kann Stuttgart 21 auch nicht mit dem gut schwäbischen Spruch "Mir brauchet nix" für überflüssig erklären - so hat es unser Alt-Oberbürgermeister Rommel im Interview gesagt (Stuttgarter Zeitung 8.Dezember 2007). Wer das Glück hat, nahe beim Arbeitsplatz, bei der Schule oder Uni zu wohnen, wer sein Geld ohne häufiges Reisen verdienen kann oder wer gar nicht erwerbstätig ist - zum Beispiel bereits Rente bezieht, braucht die verkehrlichen Verbesserungen von Stuttgart 21 nicht unbedingt. Wie viele aber häufig unterwegs sein müssen, kann man jeden Tag auf den Bahnhöfen, in den Zügen, aber auch im Straßenverkehr sehen. Die Statistiken dazu zeigen eine stetig nach oben verlaufende Linie. Der häufigste Grund ist der Weg zwischen Arbeitsplatz und Wohnung. Die Wege zu Kunden, Kollegen und Kooperationspartnern in der Region spielen ebenfalls eine große Rolle. Aber auch für Bildung, Kultur und Freizeit bietet eine gute Erreichbarkeit der ganzen Region große Chancen.
Der Appell, um Arbeitswege zu sparen näher zum Arbeitsplatz zu ziehen, ist oftmals unrealistisch. Wenn zum Beispiel beide Ehe- oder Lebenspartner an verschiedenen Orten arbeiten müssen, geht das oft nicht. Viele ziehen auch wegen der Kinder, der Freunde in der Nachbarschaft, des Aufwands beim Wohnungswechsel nicht jedesmal bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes um. Das Leben verläuft heutzutage eben nicht mehr in so steten Bahnen, wie es sich mancher wünschen würde. Entsprechend bleibt man wenigstens nach Möglichkeit im gewohnten Lebensumfeld. Auch ist günstiges Wohnungsangebot in Stuttgart äußerst knapp.
Nicht zuletzt: Eine hohe Mobilität ist Voraussetzung für die gute wirtschaftliche Situation bei uns in Süddeutschland. Damit sie sich möglichst umweltfreundlich und menschenfreundlich entwickeln kann, lohnt es sich besonders, in das Verkehrsnetz der Bahnen zu investieren.
(Foto: AG Stuttgart21-ja-bitte) |
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