Neues Wohnen und Leben mitten in der Stadt - statt draußen auf Kosten der grünen Wiese

Das ist allseits wieder sehr gefragt, auch von Familien mit Kindern und älteren Leuten.
Auf einem Teil der heutigen Gleisanlagen können neue Wohnungen, Büros, Läden, Dienstleistungen, Schulen, Kulturangebote entstehen. Im Neubauquartier Rosenstein (ehemaliges Paketpostamt und Bahnbetriebsgelände, Planungsabschnitt B) und in dem neuen Quartier hinter dem Löwentor (Bereich des inneren und äußeren Nordbahnhofs, Planungsabschnitt C). Ökologisch ist es allemal weit besser, mitten in der Stadt zu bauen als immer weiter draußen in der Region, dort meist auch auf Kosten schützenswerter Landschaft. Das Neue kann die gewachsenen alten Viertel in der nördlichen Innenstadt sinnvoll ergänzen. Aus dieser Nachbarschaft von Alt und Neu kann sich ein lebendiges Stadtgebiet entwickeln. Auf den Neubauflächen Rosenstein und hinterm Löwentor (Planaungsabschnitte B und C) könnten nach bisherigen Schätzungen rund 8.500 Einwohner leben und 8.700 Beschäftigte arbeiten. Die Rahmenplanung legt das noch nicht fest, nach den heutigen Trends und den Wünschen nach einem lebendigen Stadtquartier würden wohl eher mehr Wohnungen und weniger Büros gebaut. Jede in Citynähe gebaute Wohnung kann helfen, den Pendlerverkehr zu reduzieren, und besonders vorteilhaft ist es, wenn solche Wohnungen noch an angenehmen Fuß- und Radwegverbindungen zur City liegen, wie es hier der Fall ist.

Das bereits im Bau befindliche Neubauquartier A1 - neben dem Hauptbahnhof - ist anders. Im Kern der City gelegen ist es in erster Linie ein Geschäftsviertel - mit 14.000 Arbeitsplätzen und 3.500 Einwohnern. Bedeutende Flächen werden von der LBBW genutzt und ihre Leuchtschrift dominiert hier auch das Stadtbild - so sieht man auch bei Nacht, wer wichtig ist. So wie sich das Neubauquartier neben dem Bahnhof heute zeigt, mit der kalten Pracht eines Banken- und Büroviertels, hat es für den Normalbürger noch nichts besonders Attraktives. Solche Standorte gehören aber zu jeder wirtschaftlich starken Stadt. Zukünftig soll das Viertel neben dem Bahnhof Europaviertel heißen. Es muss noch mit der Stadt verwachsen, damit es die Leute auch mögen und annehmen werden. Diese Flächen sind im Übrigen nicht von der Stadt gekauft, sondern sind im Besitz der Deutschen Bahn geblieben und werden von ihr vermarktet.

Wohnen - Alt
(Foto: AG Stuttgart21-ja-bitte)
Kunst und Kultur in alten Wekstattgebäuden
(Foto: AG Stuttgart21-ja-bitte)
Spätere Nachbarschaft von Alt und Neu
(Foto: Landeshauptstadt Stuttgart)
Neubauquartier A1 neben dem Hauptbahnhof
(Foto: AG Stuttgart21-ja-bitte)
A1
(Foto: AG Stuttgart21-ja-bitte)
A1
(Foto: AG Stuttgart21-ja-bitte)